Religionsmündigkeit

Informationen zur Religionsmüdingkeit von Kindern

Wenns um die Taufe geht heißt es oft, wir taufen keine Kinder. Allerdings geht es weit über das Taufen hinaus, besser gesagt, es geht um die Rechte der Kinder in Bezug auf Zusammenkunftsbesuche. Im Vordergrund steht immer das Sorgerecht der Eltern, denn diese müssen auf ihre Kinder aufpassen.

Wie lauten denn die Vorschriften zur Religionsmündigkeit in Deutschland?

Deutschland:
Wenn das Kind das 10. Lebensjahr vollendet hat ist das Kind anzuhören, wenn es um Religionswechsel geht. Das bedeutet im Fall der Zeugen
- Das Kind hat ein Recht seine Meinung zu äußern, wenn es darum geht, das die Eltern in diese Religionsgemeinschaft wechseln sollten und das Kind in diesem Glauben erzogen werden soll. Das Kind darf seine Meinung dazu sagen ohne das es Strafen dazu hageln darf.

Hat das Kind das 12. Lebensjahr vollendet, darf es nicht mehr in einem anderen/neuen Bekenntnis erzogen werden, wenn das Kind das nicht will. Im Fall der Zeugen Jehovas bedeutet das
- Sollten Eltern, mit einem Kind in diesem Alter, zu den Zeugen wechseln so kann das Kind mit einem "Nein" klar machen, das es nicht in diesem Glauben erzogen werden will. Andersrum ist es aber genau so. Sollten Kinder bisher im Glauben der Zeugen erzogen worden sein und die Eltern wechseln die Kirche, so kann ein Kind sagen, das es weiter in dem Glauben der Zeugen erzogen werden will.

Mit Vollendung des 14. Lebensjahres ist ein Kind vollständig religionsmündig, das heißt wenn eine Kind NEIN sagt zu Versammlungsbesuchen und Predigtdienst, dann ist das unbedingt zu beachten. Das Kind darf dann nicht mehr bedrängt werden oder bestochen oder anders überzeugt werden. Wenn das Kind das nicht will muss es das dann auch nicht. Ferner kann es dann auch sagen, ob es vielleicht in einem anderen Glauben geschult/gelehrt werden will, oder in keinem. Die Eltern müssen das ernst nehmen und das Kind weitestgehend darin bestärken und fördern.

Ignorieren Eltern die Religionsmündigkeit des Kindes, oder arbeiten sie gezielt daran mit unterschiedlichen Methoden den Willen des Kindes zu brechen, steht es dem Kind frei, sich deswegen zu Beschweren, oder Hilfe zu suchen, zB beim Jugendamt, bei der Kirche für die es sich interessiert, bei Lehrern und so weiter.

* Appropos Jugendamt Deutschland...
Es gelten derzeit neue Regelungen für Jugendämter. Kinder die sich ans Jugendamt wenden brauchen keine Angst zu haben das sich das Jugendamt an die Eltern wendet. Es gibt neuerdings eine Schweigepflicht und Kinder brauchen keine Angst mehr vor Repressalien seitens der Eltern haben.
Wenn Gefahr im Verzug ist oder das Amt helfen will und sich diesbezüglich an die Eltern wendet und die Eltern meinen den zuständigen Bezirk durch Umzug wechseln zu müssen, dann nützt denen das neuerdings auch nichts mehr. Früher war es so, wechselten die Eltern in einen anderen Landkreis, oder ein anderes Bundesland, so war ein anderes Jugendamt zuständig. Das heißt, das neue Jugendamt weißt unter umständen nichts von der Familie oder den Sorgen der Kinder. Das Jugendamt-Hopping ist aber nun nicht mehr möglich, die Jugendämter arbeiten nun untereinander vernetzt und nicht mehr als viele Einzelstellen der Kommunen und Landkreise.

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Infos zB auch erhältlich über:
http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsmündigkeit
http://www.lexexakt.de/glossar/religionsmuendigkeit.php

 

Dieser Artikel ist auch auf der Zusatzseite "Kinder" zu finden

11.5.13 23:29

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